{jcomments on}(12:1-6) Und ein großes Zeichen erschien im Himmel: eine Frau, mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Füßen, und auf ihrem Haupt eine Krone mit zwölf Sternen. (2Und sie war schwanger und schrie in Wehen und Schmerzen der Geburt. (3Und es erschien ein anderes Zeichen im Himmel: siehe, ein großer, feuerroter Drache, der hatte sieben Köpfe und zehn Hörner und auf seinen Köpfen sieben Kronen; (4und sein Schwanz zog den dritten Teil der Sterne des Himmels nach sich und warf sie auf die Erde. Und der Drache stand vor der Frau, die gebären sollte, um ihr Kind zu verschlingen, wenn sie geboren hätte. (5Und sie gebar einen Sohn, einen männlichen, der alle Heidenvölker mit eisernem Stab weiden wird; und ihr Kind wurde entrückt zu Gott und seinem Thron. (6Und die Frau floh in die Wüste, wo sie einen von Gott bereiteten Ort hat, damit man sie dort 1 260 Tage lang ernähre.

Wir kommen nun zu einem Abschnitt der sich wider als Bild ganz im Himmel abspielt und offensichtlich als Parenthese den geschichtlichen Hintergrund abbildet, der zum Verständnis notwendig ist.

Die Figuren sind eine Frau, die einen Sohn gebiert und ein Drache der beide vernichten will.

Der Drache wird im nächsten Abschnitt klar als Satan identifiziert, sodass wir nicht überlegen müssen. Seine Gestalt ist natürlich voller Symbolik. Er ist Rot, das heißt er hat Macht. Rot (Scharlach) ist die Farbe der Könige. Er hat sieben Häupter mit sieben Kronen, das heißt er eine siebenfache Präsenz in der Weltgeschichte, und er hat 10 Hörner. Häupter und Hörner werden uns in einem späteren Abschnitt erklärt, darum will ich hier nicht weiter darauf eingehen. Sein Schwanz fegt den dritten Teil der Sterne hinweg. Da es sich um ein Bild im Himmel handelt, ist das nicht materiell wörtlich zu nehmen, wohl aber geistlich. Denn dem Universum entsprechend sind Engelfürsten geistliche Sterne. Also ein Drittel der Engel verfiel ihm und wurde in den Gerichtsprozess eingebunden, der auf Erden stattfand. Dies muss nicht notwendigerweise in den Zeiten der Menschheitsgeschichte stattgefunden haben. Denn Satan war ja im Paradies bereits der gestürzte »Gegner« Gottes. Aus dem Lichtengel Lucifer war bereits vorher der Widersacher geworden, der sich gegen Gott auflehnte.

Auch die Geschichte mit der Frau und dem Kind ist nicht zukunftsbezogen, zumindest nicht ganz, sondern eine bildliche Darstellung Israels und Jesus von Nazareth. Israel ist das Weib Gottes, so wird es auch im AT immer dargestellt. Wenn es auch zeitweise untreu war, so hat es diesen Status doch nie eingebüßt. Das Schicksal des Jesus von Nazareth, des Menschensohnes endete in der Himmelfahrt, nach der Kreuzigung und Auferstehung, die in diesem Bild nicht erwähnt sind. Das Schicksal der Frau hingegen ist ein Fluchtort in der Wüste wo Gott ihr für 1260 Tage eine Stätte bereitet hat. Hier haben wir wieder die 3,5 Jahre. Auch Ihre Bedeutung wird uns bald klarer werden.