{jcomments on}(17:15-18) Und er sprach zu mir: Die Wasser, die du gesehen hast, an denen die Hure sitzt, sind Völker und Scharen und Nationen und Sprachen. (16Und die zehn Hörner, die du gesehen hast, und das Tier, die werden die Hure hassen und werden sie ausplündern und entblößen und werden ihr Fleisch essen und werden sie mit Feuer verbrennen. (17Denn Gott hat's ihnen in ihr Herz gegeben, nach seinem Sinn zu handeln und eines Sinnes zu werden und ihr Reich dem Tier zu geben, bis vollendet werden die Worte Gottes (18Und die Frau, die du gesehen hast, ist die große Stadt, die die Herrschaft hat über die Könige auf Erden.

Natürlich denken wir an Rom, wenn wir oben gelesen haben, dass die sieben Häupter auch sieben Hügel sind, auf denen die Stadt erbaut wurde. Sie wird als große Stadt, als Metropole dargestellt, eben vergleichbar mit Babylon.

Hier aber erfahren wir noch viel mehr über die Hure Babylon und ihr Schicksal. Als Metropole reicht ihre Macht in alle Länder der Welt hinein. Sie sitzt an vielen Wassern, die hier wieder die Völkerscharen der Erde darstellen. 

Aber warum wird sie von den 10 Hörnern bekämpft, die doch die Macht des Antichristen darstellen. Müssen wir hier nicht eine Rivalität zwischen dem Antichristen und Babylon erkennen? Ist diese vielleicht sogar die Ursache für ihren Untergang? Babylons Macht war ja eine kultische. Die »Pforte der Götter« wird sie genannt. So wird auch das Babylon der Endzeit eine synkretistisch-tolerante Kultur favorisieren, in dem alle Religionen der Welt irgendwie Platz haben. Das wird ihre Attraktivität ausmachen. 

Doch der Antichrist ist gekommen, um sich exklusiv anbeten zu lassen. Das war Satans ursprüngliche Absicht vom Anfang an (Jes. 15:12-15). Der Synkretismus war nur eine taktische Meisterleistung, mit deren Hilfe er die Welt gefügig machte. Nun aber ist ihm die Hure im Wege, deshalb die Feindschaft. Das tolerante System verwandelt sich mit einem Schlag in ein totalitäres, das keine andere Anbetung mehr duldet als die des Antichristen und von seinen Untertanen die absolute Versiegelung mit seinem Zeichen erzwingt. So bietet Babylon das vollkommene Bild einer Hure, die sich bereichert an ihren Freiern, dann aber von diesen verstoßen wird und verdirbt.

So sehen wir dass Rom, einst das Zentrum des offiziellen Christentums, noch eine verhängnisvolle Entwicklung vor sich hat. Die fortgesetzte Weigerung seinen Machtanspruch aufzugeben wird es ins Verderben stürzen. Der Weg mag weit erscheinen, bis sich das Papsttum zu einer synkretistischen Weltreligion entwickelt, aber er ist klar vorgezeichnet, es gibt keine anderen und Rom wird ihn gehen müssen. Das Szenario der Endzeit ist hier sehr deutlich.